Einordnung aus Studien, Nährwerten und Verarbeitung
Kommt darauf an.
Granatapfelsaft kann den Blutdruck etwas senken, enthält aber rund 13 g Zucker und kaum Ballaststoffe je 100 ml.
2
Studien
2019–23
Zeitraum
mittel
Sicherheit
StudienlageKurz erklärt
Eine Auswertung von 14 klinischen Versuchen mit 573 Menschen fand im Mittel einen niedrigeren oberen Blutdruckwert nach Granatapfelsaft. Die Wirkung war nicht bei jeder Dosis und Dauer gleich. In einem sechswöchigen Versuch mit 60 Menschen mit Typ-2-Diabetes sank der Blutdruck, die Blutfette unterschieden sich am Ende aber nicht klar von der Kontrollgruppe.
Was einschränkt
Die Versuche waren meist klein und kurz. Sie belegen keinen Schutz vor Herzinfarkt oder Schlaganfall. Eine übliche Trinkmenge enthält deutlich mehr als 100 Milliliter und damit auch mehr Zucker.
Sicherheit der Aussage
mittel Wie sicher wir uns bei der Antwort sind, unabhängig davon, wie die Antwort ausfällt.
Zusammensetzung und Verarbeitung
Was neben Studien zählt
Nährwerte und NOVA beantworten verschiedene Fragen. Beides fließt getrennt in die Einordnung ein.
Nährstoffprofil
Was steckt drin?
Granatapfelsaft liefert 12,6 Gramm natürlich vorkommenden Zucker und fast keine Ballaststoffe. Folat, Vitamin K und Kalium bleiben pro 100 Milliliter unter 15 Prozent der EU-Bezugswerte.
54 kcal
Energie
0,15 g
Eiweiß
0,29 g
Fett
13,1 g
Kohlenhydrate
Zucker12,6 g
Ballaststoffe0,1 g
Vitamin K10,4 µg · 14 % NRV
Folat24 µg · 12 % NRV
Kalium214 mg · 11 % NRV
Einfluss aufs Urteil: Der Saft liefert einige Mikronährstoffe, aber viel freien Zucker und fast keine Ballaststoffe.
Pressen, Filtern und Pasteurisieren zählen bei reinem Fruchtsaft zur geringen Verarbeitung.
Einfluss aufs Urteil: Reiner Saft ohne Zusätze gehört zu NOVA 1.
Grundlage: 100-prozentiger Granatapfelsaft ohne Zucker, Aromen oder weitere Zutaten. Nektar, Saftgetränke oder Produkte mit Aromen und Süßstoffen können anders eingestuft werden.
NOVA-Methode ↗
Gesamt: Kleine Mengen 100-prozentigen Safts sind vertretbar. Die Studien zeigen einen möglichen Blutdruckeffekt, machen Saft aber nicht der ganzen Frucht gleichwertig.
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Originalquellen
Was sagen die Studien?
Ausgewertet: 2 begutachtete Studien, darunter 1 Übersichtsarbeit und 1 randomisierte Studie (RCT). Stand: August 2026. Belegnähe: 2 × Direkt untersucht.
2 dafür
(01)In 14 klinischen Versuchen mit 573 Menschen sank der obere Blutdruckwert im Mittel. Wirkung und Sicherheit unterschieden sich je nach Dosis und Dauer.
Impact of pomegranate juice on blood pressure: A systematic review and meta-analysis
DafürMeta-Analyse/ReviewDirekt untersuchtGhaemi F et al., Phytother Res · 2023PubMed ↗
(02)Bei 60 Menschen mit Typ-2-Diabetes sank der Blutdruck nach sechs Wochen. Bei den Blutfetten gab es am Ende keinen klaren Unterschied zur Kontrollgruppe.
Effects of pomegranate juice consumption on blood pressure and lipid profile in patients with type 2 diabetes: A single-blind randomized clinical trial
DafürRCTDirekt untersuchtSohrab G et al., Clin Nutr ESPEN · 2019PubMed ↗
Direkt untersucht heißt: Die Arbeit prüft dieses Lebensmittel selbst. Kategorie oder Zutat heißt: Die Übertragung auf das ganze Lebensmittel bleibt unsicher. Hintergrundquellen erklären nur den Rahmen und zählen nicht zur Studienbilanz.
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Häufige Fragen
Fragen zur Einordnung
Ist Granatapfelsaft gesund?
Kommt darauf an. Granatapfelsaft kann den Blutdruck etwas senken, enthält aber rund 13 g Zucker und kaum Ballaststoffe je 100 ml.
Was zeigt die Studienlage?
Eine Auswertung von 14 klinischen Versuchen mit 573 Menschen fand im Mittel einen niedrigeren oberen Blutdruckwert nach Granatapfelsaft. Die Wirkung war nicht bei jeder Dosis und Dauer gleich. In einem sechswöchigen Versuch mit 60 Menschen mit Typ-2-Diabetes sank der Blutdruck, die Blutfette unterschieden sich am Ende aber nicht klar von der Kontrollgruppe.
Was schränkt diese Einordnung ein?
Die Versuche waren meist klein und kurz. Sie belegen keinen Schutz vor Herzinfarkt oder Schlaganfall. Eine übliche Trinkmenge enthält deutlich mehr als 100 Milliliter und damit auch mehr Zucker.
Veröffentlicht am · Zuletzt aktualisiert am · Herausgegeben von Ist das gesund? · Betrieb und technische Prüfung: Stephan Lucka · Maschinell erstellt, keine fachliche Einzelprüfung · So entsteht diese Bewertung
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