Ist das gesund?

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Was ist die NOVA-Skala?

Die NOVA-Skala teilt Lebensmittel danach ein, wie stark sie verarbeitet sind. Nicht nach Kalorien, nicht nach Nährstoffen, nur nach dem Weg vom Feld bis in die Packung.

Entwickelt hat sie das Team um den Ernährungsforscher Carlos Monteiro an der Universität São Paulo, ab 2009. „Nova“ ist kein Kürzel, es ist das portugiesische Wort für „neu“. Heute nutzen Behörden, Forscher und Apps in vielen Ländern die Skala, um Verarbeitung sichtbar zu machen.

  1. Apfel1UnverarbeitetApfel
  2. Butter2KüchenzutatButter
  3. Laugenbrezel3VerarbeitetLaugenbrezel
  4. Cola Zero4HochverarbeitetCola

Die vier Gruppen

Von der Tomate bis zum Fertiggericht.

Jedes Lebensmittel bekommt genau eine Gruppe. Entscheidend ist, was zwischen Ernte und Teller passiert.

Lachs

Unverarbeitet oder wenig verarbeitet

Höchstens gewaschen, zerkleinert, getrocknet, gekühlt oder ohne Zusätze fermentiert.

Obst, Gemüse, Eier, Fleisch, Fisch, Milch, Naturjoghurt, Tiefkühlgemüse
Olivenöl

Küchenzutaten

Aus Lebensmitteln gewonnen und zum Zubereiten gedacht, nicht als eigene Mahlzeit.

Öl, Butter, Mehl, Zucker, Salz, Honig
Rotwein

Verarbeitete Lebensmittel

Gruppe 1 plus Gruppe 2: haltbar oder schmackhaft gemacht, meist mit wenigen Zutaten.

Frisches Brot, Käse, Schinken, Konserven, Wein, Bier
Eiscreme

Hochverarbeitete Produkte

Industriell gefertigt, oft mit Zutaten, die keine Küche vorrätig hat: Aromen, Farbstoffe, Emulgatoren, modifizierte Stärke.

Softdrinks, Fertiggerichte, Wurst, Süßriegel, viele Frühstücksflocken

Warum die Skala zählt

Die vierte Gruppe steht im Verdacht.

Wer viel Hochverarbeitetes isst, hat in großen Beobachtungsstudien häufiger Übergewicht, Typ-2-Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Ein Experiment der US-Gesundheitsbehörde NIH zeigt einen möglichen Grund: Durften Menschen frei essen, nahmen sie mit hochverarbeitetem Essen rund 500 Kilokalorien mehr am Tag zu sich als mit frisch Gekochtem, bei gleichem Angebot an Nährstoffen.

Beobachtungen beweisen keine Ursache. Aber die Richtung ist über viele Länder und Studien hinweg dieselbe, und deshalb nehmen Fachgesellschaften sie ernst.

Was die Skala nicht kann.

Sie misst keine Nährstoffe. Ein Proteinriegel und eine Cola landen beide in Gruppe 4, Tiefkühlgemüse dagegen in Gruppe 1. Und die Zuordnung ist nicht immer eindeutig: Ein Brot vom Bäcker ist Gruppe 3, ein abgepacktes Toastbrot mit Emulgatoren Gruppe 4. Für ein Urteil über ein einzelnes Produkt reicht die Gruppe allein nicht.

In der App

Verarbeitung ist ein Fakt, kein Urteil.

„Ist das gesund?“ zeigt dir zu jedem gescannten Essen den Verarbeitungsgrad nach NOVA-Logik, direkt neben den Nährwerten. Das Urteil berücksichtigt Nährstoffe, Zubereitung und Forschung; die NOVA-Gruppe entscheidet es nicht allein. Das genaue Verfahren steht in der Methodik. Was die Forschung zu einzelnen Lebensmitteln sagt, findest du in den Studien-Checks.

Nährwerte und NOVA-Verarbeitungsgrad eines gescannten Skyr in der App Ist das gesund?

Häufige Fragen

Kurz beantwortet.

Was ist die NOVA-Skala?

Ein System, das Lebensmittel nach ihrem Verarbeitungsgrad in vier Gruppen teilt, von unverarbeitet bis hochverarbeitet. Entwickelt ab 2009 vom Team um Carlos Monteiro an der Universität São Paulo.

Was heißt NOVA-Gruppe 4?

Hochverarbeitete Produkte: industriell gefertigt, meist mit Zutaten, die keine Küche vorrätig hat, etwa Aromen, Farbstoffe, Emulgatoren oder modifizierte Stärke. Beispiele sind Softdrinks, Fertiggerichte, Wurst und Süßriegel.

Ist NOVA-Gruppe 4 immer ungesund?

Nein. Die Gruppe sagt nur, wie stark ein Produkt verarbeitet ist. Wer viel daraus isst, hat in großen Studien aber häufiger Übergewicht und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Es lohnt sich, das einzelne Produkt anzusehen statt nur die Gruppe.

Steht die NOVA-Gruppe auf der Packung?

In Deutschland nicht. Apps wie „Ist das gesund?“ oder OpenFoodFacts zeigen sie dir.

Welche Gruppe liegt auf deinem Teller?
Fotografiere dein Essen und sieh Verarbeitungsgrad, Nährwerte und Studienlage in einer Antwort.
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